Was mache ich damit? Da ich viele außergewöhnliche Produkte anbiete, höre ich diese Frage oft. Das brachte mich auf die Idee, diese Schleckeranleitung zu schreiben. Sie sollen wissen „auf was Sie sich einlassen“, wenn Sie eine meiner Spezialitäten kaufen. Diese Anleitung will Sie neugierig machen und Ihnen erste Anregungen geben. Vergessen Sie darüber aber nicht selbst zu experimentieren und neues auszuprobieren. Und wenn Sie eine besonders leckere Kombination entdecken sagen Sie es mir, damit auch andere Genießer davon profitieren können.
Ja, was also mache ich mit...
Nussrumtopf
Zunächst einmal kann man ihn, wie viele meiner Produkte, pur löffeln. Besonders lecker schmeckt er zum Eis. Ein wahrer Genuss ist er auch zum Bratapfel. Bereiten Sie Ihre Bratäpfel wie gewohnt zu und veredeln sie dann mit einem Löffel Nussrumtopf. Wenn ich einmal ein schnelles Dessert brauche, mache ich folgendes: Ich nehme einen guten Bisquitboden und steche kleine Törtchen aus. Dann „verdünne“ ich den Rumtopfsaft mit etwas Rum und tränke die Törtchen damit. Ich setzte einen Klacks Sahne darauf und gebe einen Löffel Nüsse darüber. Schmeckt wunderbar!
Backobst in Marillenbrand
Ist eine Leckerei zu Vanilleeis oder Pudding. Die Aromen der Vanille, der eingelegten Früchte und des Marillenbrandes verdichten sich dabei zu einem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis. Und wenn die Früchte alle sind und Sie noch Saft übrig haben, genießen Sie ihn als Likör, oder füllen ihn 1:1 mit einem trockenen Sekt auf. Dann haben Sie ein weiteres Aha-Erlebnis. Natürlich können Sie auch Bisquittörtchen damit tränken und wie beim Nussrumtopf verfahren.
Rumtopf
Ein köstlicher Klassiker, der keiner Erläuterung bedarf.
Sherrykirschen
Ausgewählte Herzkirschen vereinigen sich hier mit dem intensiven, nussigen Aroma alten Sherrys zu einer exquisiten Komposition für verwöhnte Schleckermäuler. Ich mag sie besonders pur, mit einem Stück Schokolade. Wenn ich Gäste empfange schlage ich Sahne auf und hebe reichlich geraspelte Bitterschokolade unter. Mit einem Löffel gebe ich Nester von Schokosahne auf Teller und dekoriere mit Kirschen, Sherry und Schokosplittern. Eine Kombination die süchtig macht.
Essigzwetschgen
Hat mein Vater in meinen Kindertagen für den Winter eingelegt. Die gab es dann zu Merretich und Rindfleisch. Aber sonst konnte man sie nicht gebrauchen, denn sie machten ihrem Namen alle Ehre. Heutzutage bereite ich die Zwetschgen mit wenig Essig und reichlich gutem Rotwein zu und siehe da: Es entwickeln sich richtige Multitalente daraus. Köstliche Früchte die ich auch zu Wild und anderem dunklen Fleisch anbiete. Sie bereichern zudem jedes kalte Buffet und schmecken sowohl zu Käse, als auch zu kaltem Braten. Als wahre Verwandlungskünstler schmecken sie sogar als Dessert zu einem guten Eis herrlich.
Ananaschutney
Aromatische Ananas und allerlei exotische Gewürze geben diesem Chutney seine besondere Note. Es verleiht Geflügel den letzten Pfiff und
adelt jedes kalte Büffet. Außerdem mundet es vorzüglich zu Raclette oder Fondue. Besonders zu empfehlen ist auch eine Mischung mit Joghurt,
oder Dickmilch, die sich hervorragend zum dippen eignet.
Steinpilzpesto
Das würzige Aroma getrockneter Steinpilze vermähle ich mit Mandeln, edlen Ölen, Kräutern und Gewürzen zu einem außergewöhnlichen Pesto. Es bietet vielfältige Verwendungsmöglichkeiten: Klassisch zur Pasta, oder auch als Brotaufstrich. Mein Favorit ist folgender Rezeptvorschlag: Ich koche Nudeln „al dente“ und gebe Pesto und die gleiche Menge Milch zu. Das ganze lasse ich 2-3 Minuten köcheln. Das Ergebnis ist eine wunderbar würzige, cremige Pilzrahmsoße. Sie können das Pesto auch zur geschmacklichen Abrundung anderer Pilzgerichte verwenden.
Bruschetta
Bella Italia, Sonne und mehr schlummern in dieser geheimnisvollen Versuchung aus der klassischen italienischen Küche. Erwecken Sie die träumenden Aromen einfach mit etwas Wasser und Olivenöl zu sprühendem Leben. Genießen Sie es auf Röstbrot und gönnen sich einen guten Schluck Chianti dazu. Salute!
Weihnachtssenf
Was um Himmels Willen ist Weihnachtssenf? Dahinter verbirgt sich ein süßer Senf, für den ich als Basis Williams-Christ-Birnen verwende. Dazu gebe ich Gewürze aus der Weihnachtsbackstube, so daß sein Aroma an Lebkuchen erinnert. Trotzdem, oder gerade deswegen harmoniert er vorzüglich mit einer frischen Weißwurst und ist ein ebenso aparter Begleiter der Leberwurst. Sein Wohlgeschmack entfaltet sich auch in Kombination mit gebratenem oder gegrilltem Geflügel oder zum Fisch. Kurzum, er ist nicht nur an Weihnachten, sondern auch über’s Jahr ein beinahe unentbehrlicher Bestandteil der guten Küche.
Feigensenf
Der lukullische Dreiklang von Feigen, Senf und Weinbrand bewirkt einen wahrhaft betörenden Gaumenkitzel, der besonders gut mit Käse oder Lachs harmoniert.
Tomatenkonfitüre
Oder kurz Tomtüre, ist ebenfalls eine Leckerei zum Käse. Das unglaublich fruchtige Aroma reifer Mini-Eiertomaten erhält durch die Zugabe von Zwiebeln und grünen Chilies eine aufregend pikante Note, die damit wunderbar harmoniert. Eine echte Alternative zum Feigensenf. Nehmen Sie einen kräftigen Brie, Münster, Ziegenkäse oder Blauschimmel und genießen Sie die Konfitüre dazu. Oder versuchen Sie es mit meinem Geheimtip, Rougette. Einfach himmlisch! Die Tomtüre schmeckt ebenso vorzüglich zu Schinken oder gegrilltem Fleisch.
Schmalz
Ein ganz banales Produkt werden Sie denken. Aber auch daraus vermag meine gleichsam magische Küchenkunst etwas besonderes zu zaubern. Geschnittene Gänsebrust und vielerlei Kräuter und Gewürze vereinigen sich zu einem außergewöhnlichen Wohlgeschmack. Ein unbedingtes Muss für jeden Schmalzliebhaber.
Tomatensuppe (Instant)
Aus frischen Cocktailtomaten koche ich im Sommer eine besonders leckere Tomatensuppe. Die servierte ich vor einigen Jahren Gästen als Vorspeise. Dieser Suppe zollte mein Freund Harald, ein ausgewiesener Feinschmecker, das höchste Lob: Er liebe Tomatensuppe und die beste habe natürlich seine Mutter gemacht. Aber meine sei noch besser. Das inspirierte mich dieses Fertigprodukt zu komponieren, auf das ich stolz bin.
Latwerge
Ist ein gewürztes Zwetschgenmuß mit dem Flair von annodazumal. Mit ihm verbinden sich für viele Ältere noch frohe Kindheitserinnerungen. Früher war es ein willkommener Wintervorrat. Und wer sich nicht einmal Zwetschgen leisten konnte, kochte es aus Birnen. Oft war die Herstellung ein Gemeinschaftswerk der Dorffrauen. Man saß beisammen und erzählte sich beim Zwetschgenentkernen Geschichten. Dann wurde eingeheizt und das Muß in gewaltigen Kupferkesseln dick eingekocht. Das dauerte viele Stunden und man wechselte sich beim rühren ab. So aufwendig ist der Herstellungsprozeß auch heute noch. Ich koche Latwerge über 15 Stunden im großen Kessel ein. Während dieser langen Kochzeit entstehen die Aromen, die den typischen Geschmack ausmachen. Probieren Sie es einmal auf heißem, gebuttertem Toastbrot.
Erdbeertraum
Im warmen Schein der jungen Frühlingssonne bereiten sich die Erdbeeren auf die Reife vor. Zart erröten sie in Erwartung der ersten Naschkatzen. Ver-
einzelt zunächst betören sie uns mit unvergleichlichem Aroma. Später harren sie in praller Fülle der Verarbeitung zu den herrlichsten Köstlichkeiten. Ein
besonderes Geschmackserlebnis bietet diese Konfitüre, in der ich die fruchtige Frische der Erdbeere mit den samtigen Tönen der Schokolade zu einem
wahren Hochgenuss verschmelze.
Hier können Sie sich die Schleckeranleitung auch als PDF (56 KB) zum Ausdrucken herunterladen.